14. September 2009 Google Wave - Nachtrag zur #bcs2 Session

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Auf dem Barcamp Stuttgart letztes Wochenende gab es eine Session zum Thema Google Wave, die von Marcel Böttcher initiiert wurde. Auf seinen Wunsch hin habe ich auch ein wenig zum Thema beigetragen. Mangels Vorbereitung kamen die Google Wave APIs, um eigene Erweiterungen einzubinden, etwas kurz. Das möchte ich nun hier nachholen.

Google Wave Übersicht

In der Session wurde natürlich bereits vieles zu Wave gesagt. Wave ist ein Tool zur Echtzeit-Kommunikation und -Kollaboration. Momentan ist es nur in einer Closed-Beta-Sandbox verfügbar und bedarf einer Invitation von Google. Wave gliedert sich in drei Teile. Zum einen das offene Wave Protokoll, basieren auf XMPP. Wie mit XMPP ist es deshalb auch mit Wave möglich eigene Server ins Wave-Netzwerk zu integrieren. Eine Open-Source-Implementierung eines solchen Servers existiert bereits unter dem Namen »PyGoWave Server«. Zum anderen der Google Wave Client. Dieser Client läuft, wie von Google gewohnt im Browser und verwendet HTML5 Technologien. Und zuletzt die Google Wave API, mit der es für Entwickler möglich ist Wave durch eigene Anwendungen zu erweitern. Das Kernstück des ganzen Tools ist die »Wave«. Jeder Nutzer kann eine Wave erstellen und andere Nutzer dazu einladen. Anschließend können Nachrichten, Fotos, Videos und vieles mehr innerhalb der Wave hinzugefügt bzw. editiert werden. Die Nutzer erhalten alle Änderungen in der Wave live, sofern sie diese geöffnet halten.

Wave Extensions

Wie gesagt möchte ich nun noch etwas mehr auf die APIs eingehen die Google zur Erweiterung bereitstellt. Im Prinzip gibt es zwei Erweiterungsmöglichkeiten: Robots und Gadgets.

Robots sind wie normale Nutzer Teilnehmer an einer Wave und werden über Updates in der Wave benachrichtigt. Sie sind Anwendungen auf einem externen Server und können, wie jeder Nutzer auch Inhalte der Wave hinzufügen bzw. editieren. Beispielsweise existieren bereits Robots zur Live Übersetzung und für Twitter. Prinzipiell lassen sich mit einem Robot beliebige externe Anwendungen an eine Wave koppeln.

Gadgets hingegen sind kleine Anwendungen innerhalb der Wave. Sie können nur ihren eigenen Zustand ändern, nicht aber den der gesamten Wave. Jeder Nutzer kann aber einen individuellen Zustand des Gadgets sehen. Es existieren zum Beispiel bereits Varianten der Spiele Risiko, Schach und Sudoku als Gadgets. Aber auch Umfragen innerhalb einer Wave können mit einem Gadget realisiert werden. Gadgets werden mit HTML, CSS und JavaScript in Kombination mit einem speziellen XML-Format erstellt.

Wave Embed

Der Inhalt einer Wave basiert auf HTML, CSS und JavaScript. Aus diesem Grund ist es fast zwingend, dass Google auch die Möglichkeit bereitstellt eine Wave in eine bestehende Website einzubetten.
Dadurch lassen sich die Wave-Features überall mit wenig Aufwand nutzen.

Fazit

Momentan ist Google Wave noch nicht für jeden frei zugänglich, weshalb abzuwarten bleibt, wie es von der breiten Masse und vor allem den durchschnittlichen Internet-Nutzern angenommen wird. Wave ist aber auf jedenfall etwas vollkommen neues und kaum mit bestehenden Kommunikationstools zu vergleichen. Gewisse Verhaltensregeln werden sich also erst mit der Zeit herausbilden. Die zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten werden sicher dazu führen, dass ganz neue Ideen zur Verwendung von Wave auftauchen und umgesetzt werden, ähnlich wie es bei Twitter der Fall war. Dies ist vielleicht auch die einzige Ähnlichkeit zu bestehenden Tools, die sich finden lässt. Wie Twitter, bietet auch Wave zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, die im moment noch gar nicht absehbar sind.

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Der Beitrag wurde am Montag, den 14. September 2009 um 16:33 Uhr veröffentlicht und wurde unter Journal, Webanwendungen abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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