7. Oktober 2008 FOAF-centric user accounts

in Kategorie Semantic Web

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Wie schon wieder einen Benutzeraccount anlegen? Sich schon wieder registrieren, einen Nickname finden, ein Passwort auswählen und sich das alles auch noch merken? So oder so ähnlich wird es vielen ergehen, die im Web aktiv unterwegs sind. Abhilfe könnte in Zukunft eine Kombination aus mehreren Technologien schaffen.

Grundlagen

Im semantischen Web kann alles, was man sich vorstellen kann, einen URI besitzen. Deshalb spricht man hierbei auch gern vom »Internet der Dinge«. Also könnte sich Peter Maier aus Frankfurt beispielsweise den URI »http://www.maiers-website.de/person/PM« zuweisen. Peter Maier wird nun eindeutig identifizierbar. Wenn irgendwo dieser URI auftaucht weiß jeder (auch eine Maschine) sofort von wem die Rede ist.

Friend of a Friend (FOAF)

Damit dieser Artikel nicht zu umfangreich wird, möchte ich die Grundlagen etwas abkürzen. Wichtig ist zu wissen, dass dieser persönliche URI auf ein Dokument weiterleitet, dass FOAF-Daten enthält.

Diese FOAF-Daten wiederum beschreiben den URI von Peter Maier nun näher. Dort steht dann beispielsweise, dass die Person »Peter Maier« heißt und dass sie aus Frankfurt kommt.

Die Einsatzgebiete von FOAF sind nahezu unbegrenzt. Mehr Informationen findet man auf der Website des Friend of a Friend project.

OpenID

Nun können wir die Person »Peter Maier« eindeutig identifizieren und finden auch weitere persönliche Daten zu dieser Person. Was jetzt noch fehlt, um einen Dienst wirklich nutzen zu können, ist die Möglichkeit der Authentifizierung. Sprich der Dienst sollte prüfen können, ob das hier wirklich Peter Maier ist, der diesen Dienst gerade für sich in Anspruch nimmt, oder ob sich nur jemand als Peter Maier ausgibt. Normalerweise verwendet man dafür ein Passwort. Da wir es uns aber gerne ersparen möchten für jeden Dienst ein Passwort auszuwählen, verwenden wir doch einfach das Single-Sign-On-Protokoll OpenID.

Wie OpenID im Detail funktioniert möchte ich jetzt nicht erläutern. Hier ist wichtig zu wissen, dass ein sog. OpenID-Provider die Authentifizierung für einen Dienst übernimmt. Der Nutzer muss sich damit nur einmal und mit einem einzigen Passwort bei diesem Provider einloggen.

FOAF-centric user accounts

Was sind jetzt »FOAF-centric user accounts«? Nun, wäre es nicht toll, man könnte einen Dienst nutzen, indem man lediglich seinen persönlichen URI angibt? Etwa so:

foaf-centric user account

Die oben beschriebenen Technologien würden eine solche »Anmeldung« ermöglichen. Ein Dienst könnte sich anhand des URI die gewünschten Daten, wie Vorname, Nachname, Email, Nickname, etc. holen und erst falls nicht vorhanden ggf. selbst danach fragen. Ein Dienst der kaum personenbezogene Daten benötigt kann sogar vollkommen auf eine Registrierung verzichten. Ein simpler Login würde dann selbst beim ersten verwenden des Dienstes ausreichen.

Auf die technischen Details bei der Umsetzung der FOAF-centric user accounts werde ich im nächsten Artikel eingehen. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass das hier vorgestellte Konzept bisher lediglich ein Gedanke ist, der während der Arbeit mit FOAF, OpenID, etc. enstanden ist. Weshalb ich mit euch gerne über eure Ideen, Kritiken und Vorschläge hierzu diskutieren würde.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 7. Oktober 2008 um 16:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter Semantic Web abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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